Presseinformation

Mit lockerer Krawatte zur Prostatakrebs-Vorsorge
Die Loose Tie Aktion der Österreichischen Krebshilfe ruft im April Männer ab 45 auf, sich Zeit für die Prostatakrebs-Früherkennungsuntersuchung zu nehmen

Wien, 4. April 2017: Bereits zum 3. Mal erinnert die Österreichische Krebshilfe gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und dem Berufsverband der Urologen mit der lockeren Krawatte alle Männer ab 45 an die Prostatakrebs-Vorsorge. Eine wichtige Initiative, denn gerade das „starke Geschlecht“ ist bei der Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen noch „schwach“.

Männer haben viele Beweggründe, Arztbesuche zu meiden: Die meisten sind zu beschäftigt, um sich Zeit für den Arzt-Termin zu nehmen. Andere wollen wiederum einer „unangenehmen“ Untersuchung entgehen. Und generell haben viele Angst vor dem Ergebnis der Untersuchung. „Wir Männer reden uns ganz gerne ein, dass wir – wenn wir vermeintlich gesund sind – Vorsorgeuntersuchungen nicht brauchen“, erläutert Krebshilfe-Präsident Prim. Univ. Prof. Dr. Paul Sevelda. „Das wollen wir mit unserer Loose Tie Aktion ändern und appellieren mit der lockeren Krawatte an alle Männer, sich Zeit für diesen wichtigen Termin zu nehmen.“

Regelmäßige Prostatakrebs-Vorsorge ab 45
Prostatakrebs ist mit 4.500 Erkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung beim Mann in Österreich. Rund 1.100 Männer sterben pro Jahr daran. „Im Frühstadium zeigt Prostatakrebs keine Symptome. Daher ist es wichtig, dass Männer ohne familiäre Veranlagung ab 45 zur Prostatakrebs-Vorsorge gehen“, so Sevelda.

„Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Jahre zeigen uns, wie wichtig es ist, sich für die Früherkennung Zeit zu nehmen, denn nur rechtzeitig erkannte Tumore können geheilt werden. Männer ab 45 sollten darüber Bescheid wissen und sich vom Arzt beraten lassen.“ erklärt Dr. Karl Dorfinger, Vorsitzender des Berufsverbandes der österreichischen Urologen. Diese „urologische Früherkennung“ von Prostatakrebs setzt sich aus der Tastuntersuchung (digitale rektale Untersuchung), der PSA (Prostata-spezifisches Antigen)-Bestimmung aus dem Blut und der Ultraschalluntersuchung zusammen. Männer, in deren Familie Prostatakrebs bereits aufgetreten ist, sollten sich bereits ab dem 40. Lebensjahr dafür Zeit nehmen.

In Österreich kann der PSA-Test im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr auf Wunsch durchgeführt werden. „Die internationalen und europäischen Leitlinien definieren jedoch ganz klar das Alter von 45, ab dem mit der Prostatakrebs-Früherkennung – ohne familiärer Veranlagung – begonnen werden soll,“ so Karl Dorfinger. „Eine Anpassung der Vorgaben der Österreichischen Sozialversicherung an diese Leitlinien wäre nicht nur wünschenswert, sondern auch sehr sinnvoll. Denn je früher ein Prostatakrebs erkannt wird, umso höher sind auch die Heilungschancen,“ bekräftigt Krebshilfe-Präsident Sevelda.

Nicht immer ist eine sofortige Behandlung notwendig
Nicht immer ist eine sofortige Behandlung notwendig. „Es gibt verschiedene Formen von Prostatakrebs, nicht jeder Prostatakrebs ist lebensbedrohlich und muss sofort behandelt werden,“ erklärt auch Prim. Univ. Doz. Dr. Michael Rauchenwald, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Urologie. Das Wichtigste ist, dass die Erkrankung so früh wie möglich erkannt und die Tumoreigenschaften festgestellt werden. Danach richtet sich die individuelle Therapie, die der Arzt gemeinsam mit dem Patienten unter Abwägung aller Vor- und Nachteile bespricht.

Loose Tie: Locker zur Vorsorge!
Die Kreativen der Tafelrunde – unter Federführung von Gerald Fleischhacker – zeichnen gemeinsam mit der Krebshilfe für die 2015 gestartete Aktion verantwortlich. Die lockere Krawatte soll DAS Markenzeichen zur Prostatakrebs-Vorsorge werden. Unter www.LooseTie.at, auf facebook und unter #LooseTie sowie #Prostatavorsorge können Loose Tie Träger ein Zeichen setzen und ihr Bild mit lockerer Krawatte veröffentlichen.

Einer der ersten Loose Tie Träger der diesjährigen Aktion ist der erste Mann im Staat: Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen weist auf die Wichtigkeit dieser Aktion hin: „Es kostet Sie nur eine Stunde, aber verlängert Ihr Leben um Jahre! Regelmäßige Vorsorge zahlt sich aus!“. Auch viele prominente Vertreter aus Wirtschaft und Kunst haben sich bereits solidarisch gezeigt und ihr Loose Tie Bild veröffentlicht. Wie beispielsweise Schauspieler und Kabarettist Gerold Rudle: „Menschen bereuen immer nur Dinge, die sie NICHT getan haben. Tun Sie es nicht NICHT, gehen Sie hin, zur Prostatavorsorgeuntersuchung. Dann müssen Sie es nicht bereuen. Ich tus auch!".

Neue Broschüre: „Aus Liebe zum Leben.“
Die neue Krebshilfe-Broschüre „Aus Liebe zum Leben.“ informiert über Prostatakrebs-Vorsorge und alle anderen Krebsvorsorge- und Früherkennungs-Möglichkeiten für Männer. Sie ist kostenlos bei der Österreichischen Krebshilfe erhältlich.

Danke den Partnern und Sponsoren
„Es ist uns ein großes Anliegen, mit unserer Aktion möglichst viele Männer zu erreichen und ihnen die Wichtigkeit der Vorsorge bewusst zu machen,“ erklärt Krebshilfe-Geschäftsführerin Mag. Martina Löwe. „Sehr viele Menschen haben sich dafür mit so viel Engagement, Kreativität und positiver Energie eingesetzt. Ihnen allen möchte ich herzlich danken!“ Danke an: ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR UROLOGIE, BERUFSVERBAND ÖSTERREICHS UROLOGEN, ARBEITSKREIS UROLOGISCHE ONKOLOGIE, WÜSTENROT, JANSSEN, ASTELLAS, GINO VENTURINI, MÜLLER TRANSPORTE, PHH RECHTSANWÄLTE, WIENER, look! und die BUNDESLÄNDERINNEN.

Rückfragen:
Österreichische Krebshilfe, Mag. Martina Löwe
Tuchlauben 19/10, 1010 Wien, Tel. 01/7966450
E-Mail: loewe@krebshilfe.net
www.krebshilfe.net

Pressetexte zum Download unter: www.krebshilfe.net/presse Univ.Doz.Dr. Michael Rauchenwald, Dr. Karl Dorfinger, Mag. Martina Löwe
und Univ. Prof. Dr. Paul Sevelda


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